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Sky Deutschland-Aktie: Verlustvorträge sollten erhalten bleiben


21.11.2012
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Wolfgang Specht, stuft die Sky Deutschland-Aktie (ISIN DE000SKYD000 / WKN SKYD00) unverändert mit dem Rating "halten" ein.

Das Finanzamt München sichere Sky Deutschland zu, dass im Falle einer Änderung in der Gesellschaftsstruktur die steuerlichen Verlustvorträge erhalten bleiben würden. Anwendung finde dabei die so genannte "Stille-Reserven-Regelung".

Sky Deutschland habe für die Anwendung gestritten, nachdem die EU-Kommission im Jahr 2011 mit einer Entscheidung den Erhalt der Verlustvorträge nach dem Einstieg von News Corp. (ISIN US65248E2037 / WKN A0DLJS) mit der Erklärung einer "ungerechtfertigten staatlichen Subvention" angefochten habe. Dieses Verfahren sei schwebend, jedoch könnte die aktuelle Entscheidung die Anfechtung seitens der EU "aushebeln".


Die Höhe der strittigen Verlustvorträge betrage derzeit 2,3 Mrd. EUR, davon entfallen 2,1 Mrd. EUR auf das operative Geschäft in Deutschland. Ihre "Werthaltigkeit" würde sich entfalten, wenn das Unternehmen diese steuermindernd gegen Gewinne verrechnen könne.

Die Entscheidung des Finanzamtes sei insbesondere für den Fall einer Überschreitung der 25%/50% Anteilsgrenzen wichtig. Eine Anteilsaufstockung durch News Corporation erscheine nun wahrscheinlicher, da zukünftige (potenziell positive) Cash-flows dank einer niedrigeren Steuerbelastung werthaltiger wären.

Die Analysten würden drei Faktoren sehen, welche sich limitierend auf eine mögliche Kursperformance auswirken könnten: Erstens könnte es vor einem möglichen Übernahmeangebot seitens News Corp. zu einer Kapitalerhöhung oder der Ausgabe von Wandelanleihen kommen (genehmigtes Kapital betrage 389 Mio. Aktien). Zweitens liege der für ein Übernahmeangebot relevante Mindestpreis (3-Monate volumengewichteter Durchschnittspreis; VWAP) nach einer 3-Monats-Performance von ca. 22% unter dem aktuellen Kurs. Drittens bestehe die Gefahr, dass die aktuelle Entscheidung des Münchener Finanzamtes ebenfalls seitens der EU angefochten werde.

Die Analysten würden auf Basis der aktuellen Entscheidung eine Prämie in Höhe von 780 Mio. EUR ansetzen (d.h. 35% der erwarteten kumulierten Verlustvorträge) und entsprechend ihr Kursziel von 3,00 EUR auf 4,00 EUR erhöhen.

Die Anlageempfehlung der Analysten vom Bankhaus Lampe für die Sky Deutschland-Aktie bleibt unverändert "halten". (Analyse vom 21.11.2012) (21.11.2012/ac/a/d)



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